Ja nun ist er endlich da – der Herbst. Schon seit einiger Zeit sieht man mit wachsamen Augen kleine sichere Vorboten für den beginnenden Herbst. Schön langsam verdrängt der Herbst  die sommerliche Hitze, die Tage werden kürzer und für den Spaziergang darf´s schon mal gerne eine Jacke sein. Und wir starten mit einer Foccacia in die goldene Zeit des Jahres.

Ein goldener Herbst

Eigentlich mag ich den Sommer am Liebsten, aber der Herbst und das Frühjahr haben auch ihren ganz eigenen Charme. Der Herbst läutet für mich wieder die kuschelige Wohlfühlzeit ein. Die Couch inkl. Decke, warmen Tee und einem guten Film werden immer wieder interessanter. Wenn es draußen regnet kann ich hier Stunden verbringen. Außerdem mag ich bei Regen folgendes Szenario – Bett, Fenster offen, der frische Duft des Regens zieht durch das Zimmer und das leise Plätschern der Regentropfen ertönt wie ein Schlaflied. Herrlich wie sich der Wald in sein herbstliches Kleid schmeißt von zartem gelb über braun und rötlich, dass herbstliche Farbenspiel kann beginnen.

Foccacia mit Birnen und Schimmelkäse

Foccacia muss nicht immer Bella Italia bedeuten

Von der Sonne geküsst und doch ein herbstliches Rezept? Foccacia verbindet man sofort mit Italien und Sommer, somit muss es im Zuge dessen doch auch ein Sommergericht sein. Nein im Gegenteil – durch die Variation des Belages kann es durchaus das ganze Jahr über gegessen werden. Die herkömmliche Foccacia in Italien – zu meist mit Oliven, Meersalz und Rosmarin belegt – wird in der Regel nicht als Beilage sondern als eigenständiges Gericht angesehen und wird dort auch eigentlich zum Frühstück oder als Zwischenmahlzeit gegessen. In den verschiedenen Regionen Italiens werden hier die typische Foccacia auch in anderen Variationen angeboten. Zum Bespiel in Venedig wird es gesüßt und wird  dort Fugassa genannt. Oder aber in Apulien werden in die herkömmliche Foccacia getrocknete Tomaten und Oliven in den Teig eingearbeitet und diese Variante nennt sich Pudicca.

Ein Grundrezept mit vielen Abwandlungen. Bei uns entsteht daraus heute ein herbstliches Fladenbrot a la Foccacia. Birnen und Schimmelkäse passen perfekt zusammen und die Marmelade gibt dem Fladenbrot das gewisse etwas. Der Rosmanrin erinnert uns an Italien und den Duft der herrlichen Kräuter. Am besten noch lauwarm genossen findet dieses herbstliche Gericht heute Einzug in unsere Küche.

Foccacia mit Birnen und Schimmelkäse

Foccacia mit Birnen und Schimmelkäse

Zutaten:

  • 500 g Mehl griffig
  • Prise Salz
  • 30 g Germ frisch
  • 6 EL Olivenöl
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 2 Birnen
  • Schimmelkäse
  • Rosmarinzweige
  • grobes Meersalz
  • Olivenöl zum bestreichen

Foccacia mit Birnen und Schimmelkäse

Zubereitung:

Das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde formen. Im lauwarmen Wasser den Germ auflösen und das Öl zugeben. Die Germ/Wassermischung in die Mulde leeren und mit etwas Mehl bedecken. 15 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Salz zugeben und zu einem geschmeidigen Terig verkneten.  Zugedeckt weitere 45 Minuten gehen lassen.  Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech flach drücken  – zu einer Flade. Weitere 5 Minuten gehen lassen. Backrohr auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Nun mit den Fingern Mulden in den Teig drücken, den Teig mit Öl bestreichen.  Die Birnen halbieren und in Scheiben schneiden, den Schimmelkäse in Scheiben schneiden. Schimmelkäse, Birnenscheiben und grobes Meersalz auf der Flade verteilen. Im Backrohr ca 30 Minuten backen bis der Teig oben etwas braun wird. Kurz vor Backende mit Rosmarin bestreuen. Nach dem Auskühlen entweder Pur, zu Speisen oder mit etwas Preiselbeermarmelade genießen.

Foccacia mit Birnen und Schimmelkäse

Gutes Gelingen, wünscht euch eure Anja von