Kardinalschnitte ein fluffig, leichter aber deftiger österreichischer Mehlspeisengenuss. Neu aufgerollt und super saisonal findet ihr ihn heute hier in meinem Beitrag wieder. Der Apfel spielt dabei eine wichtige saisonale Rolle.

Bis auf Putz und Stingl

Ganz traditionell ist die Kardinalschnitte mit einer Schlagobers/Kaffee-Creme gefüllt. Bei mir nicht! Denn ich habe etwas experimentiert und mich an saisonales Obst gehalten. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Apfel? Frisch vom Baum aus meinem Garten, mit Liebe zu Mus verarbeitet. Im Hause Küchenzauber findet nur selten ein roher Apfel den Weg in unsere Münder. Denn ungekocht tut er uns nicht so gut. Ich persönlich bekomme da immer etwas Bauchschmerzen.

Aber ganz verzichten will ich nicht und habe so herausgefunden das er gekocht für mich etwas bekömmlicher ist. Mit dieser Erkenntnis verarbeiten wir im Herbst unsere Äpfel vom eigenen Baum entweder zu Mus, Kompott oder Saft. Regional, saisonal und unverschwendet lecker. Die angeschlagenen Äpfel die bekommen die Schweine des Nachbarn, also ihr seht schon bei uns wird alles verwertet – auf Putz und Stingl. Ach und weil wir gerade bei Putz und Stingl sind, den kann man übrigens auch verwerten. Aus Schale und dem Kerngehäuse lässt sich nämlich eben mal schnell selbstgemachter Essig zaubern.

Apfel-Kardinalschnitte

Ich selbst habe es im letzten Jahr ausprobiert und ich bin begeistert was man alles so einfach herstellen kann. Der selbstgemachte Essig ist nicht so klar wie der aus dem Supermarkt, er ist auch milder im Geschmack und etwas Aufwand bedeutet der selbstgemachte Essig auch. Im Internet findet ihr zahlreiche Anleitungen

Hier findet ihr zum, Beispiel eine tolle Anleitung von smarticular.

Apfel-Kardinalschnitte

Apfel-Kardinalschnitte

Zutaten:

  • 8 Eiklar
  • 200 g Zucker
  • 1 EL Essig
  • 6 Eidotter
  • 1 Ei
  • 80 g Zucker
  • Zitronenabrieb 1/2 Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 80 g Mehl
  • Staubzucker
  • 500 ml Schlagobers
  • 20 g Staubzucker
  • 100 g Apfelmus
  • 70 g Staubzucker

Zubereitung:

Das Backrohr auf 180 ° C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backpapier der Länge nach in zwei Streifen mit 15cm Breite schneiden. Ein Backblech mit Wasser besprühen und die zugeschnittenen Backpapierstreifen darauf legen.

Für die Baisermasse das Eiklar schaumig schlagen. Backzucker hinzugeben und ca. 10 Minuten zu einer steifen Baisermasse schlagen. Zum Schluss einen Spritzer Essig oder Zitronensaft hinzufügen und weitere 2 Minuten rühren.

Apfel-Kardinalschnitte

Baisermasse in einen Spritzsack mit Lochtülle mit ca. 1 cm Durchmesser füllen und auf dem mit Backpapier ausgelegten Backblech jeweils 3×3 Streifen mit einem Abstand von ca. 2 cm zwischen den Baiserstreifen aufdressieren. 2 Streifen nebeneinander aufspritzen, einen weiteren Baiserstreifen in der Mitte der beiden Streifen aufspritzen, sodass ein Dreieck bei seitlicher Betrachtung entsteht. In die Zwischenräume zwischen den 3 Baiserstreifen kommt später die Biskuitmasse.

Für die Biskuitmasse Eidotter, Ei, Backzucker, Vanillezucker und Zitronenabrieb schaumig schlagen. Das dauert ca. 8-10 Minuten. Mehl durch ein Haarsieb sieben und anschließend nach und nach unterheben. Biskuitmasse in einen weiteren Spritzsack mit Lochtülle füllen und in die Zwischenräume der Baiserstreifen spritzen.

Die gespritzen Baiser- und Biskuit-Streifen mit Staubzucker bestreuen. Für ca. 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen.

Nach der Backzeit die Biskuit-Baiser-Streifen sofort auf ein mit Staubzucker bestreutes Backpapier stürzen und das mitgebackene Backpapier vorsichtig abziehen. Auskühlen lassen. Schlagobers steif schlagen, Staubzucker und Apfelmus einrühren. Das steif geschlagene Schlagobers verteilen und die nicht bestrichenen Biskuit-Baiser-Streifen vorsichtig drauf setzen. Dabei darauf achten, dass die Streifen möglichst exakt übereinander liegen.

Apfel-Kardinalschnitte

Gutes Gelingen, wünscht euch eure Anja von