Maroni-Suppe mit Brotcrossis – meine Gedanken zum verflixten 2020

Maroni-Suppe mit Brotcrossis – meine Gedanken zum verflixten 2020

Auf in ein neues Jahr, wird es ein besseres werden? Ich weiß es nicht, aber altbewehrte Rezepte dürfen bleiben und wir setzten weiterhin auf Genuss und Freude am Leben. Daher habe ich für euch ein altes Rezept herausgekramt und neu fotografiert – denn auch Küchenzauber entwickelt sich weiter. Meine Maroni-Suppe passt hervorragenden in die kalte Jahreszeit.

Liebt ihr Esskastanien, also wie wir sagen Maroni, auch so wie ich? Ich bin im Gegensatz zu meinem Mann ein wahrer Fan dieser braunen Nussfrucht und im Winter könnte ich nur sehr schlecht darauf verzichten. Am liebsten nasche ich sie aus einer Papiertüte auf diversen Weihnachtsmärkten, aber auch selbst im Ofen geröstet, zu Hause auf der Couch sind sie eine köstliche Snack-Alternative. Mein Mann bevorzugt sie aber in einer Suppe – so zubereitet isst er sie dann doch auch wirklich gerne. So verschieden wie Geschmäcker war auch das Corona-Jahr zu anderen vorhergegangen Jahren.

Meine Gedanken zu unserem „verflixten“ 2020

Was das Jahr bringen wird weiß ich nicht. Weder mir privat noch der ganzen Welt. Ein wirklich turbulentes Jahr liegt hinter uns und ein ungewisses vor uns. 2020 hat uns gezeigt dass die Welt so wie wir sie bisher kannten von heute nicht existenziell war. Ich kann mich noch sehr gut an die erste Zeit des Corona-Virus erinnern – war es doch auch der Beginn meiner Frühkarenz. Es war sehr befremdlich als plötzlich alle Geschäfte schließen mussten, die Straßen waren wie leergefegt. Ein mystischer Moment und irgendwie war es plötzlich einfach so ruhig. Ich muss aber auch sagen die plötzliche Entschleunigung hat nicht nur mir selbst gut getan auch vielen anderen hat es bestimmt etwas den Wind aus den Segeln genommen. Wenn man so in seinem Alltag lebt und viel um die Ohren hat wünscht man sich eigentlich immer diesen Zustand – den Zustand der stillstehenden Zeit. Plötzlich war dieser Tag da und irgendwie war es sehr komisch das die Welt aufhörte sich zu drehen.

In der heutigen Zeit kann man sich einen Stillstand einfach nicht vorstellen wir leben in einer wahnsinnig schnelllebigen Zeit – ein Hamsterrad, das sich immer zu unaufhörlich dreht. Und bewegt man sich nicht in diesem Hamsterrad dann hat man in dieser Welt hier nichts verloren – so zumindest mein Gefühl, aber nicht meine Denkweise. Denn warum muss ich alles so schnell drehen, wenn es auch anders geht – muss man immer gleich alles und sofort haben? Ich denke nicht, Zeiten wie diese lassen uns wieder mehr über uns selbst und unser Leben nachdenken. Sollten wir uns nicht alle mit dem was wir haben zufriedengeben? Was mir in dieser Zeit dennoch am schwierigsten viel war wohl die Tastsache das wir im Lockdown unsere sozialen Kontakte auf ein Minimum einschränken mussten.

Maroni-Suppe mit Brotcrossis

Und warum dennoch das schönste Jahr daraus wurde

Ihr könnt euch jetzt bestimmt schon denken warum uns dieses Jahr nicht nur auf Grund von Corona in Erinnerung bleiben wird – jeder der mir auf Instagram folgt hat auch mitverfolgen können das es dieses Jahr wirklich gut mit uns gemeint hat. Unser kleiner Spross, unser erstes Kind, unser Sonnenschein und die Liebe unseres Lebens hat dieses Jahr zu etwas besonderem werden lassen. Franziska du bist unser Lichtblick des Jahres!

Als ich Anfang Jänner von der Schwangerschaft erfuhr wusste ich nicht was uns dieses Jahr noch so alles bringen würde außer einem Familienzuwachs. Wer hätte auch gedacht das ich beim Frauenarzt mit Maske und Handschuhe sitzen werde, mein Mann lediglich beim ersten Ultraschall dabei sein würde und die Frage ob mein Partner bei der Entbindung überhaupt dabei sein darf. Ich hätte auch nicht gedacht das ich ab März von der Arbeit freigestellt bin und mich mit wachsendem Bauch zu Hause austoben kann – ich habe die Frühkarenz trotz dieser Corona-Tatsache sehr genossen und habe alle meine Hobby einmal richtig genießen können bevor unser kleiner Zwerg hier meinen Alltag bestimmt. Dieser hat sich übrigens drastisch mit der Ankunft unserer Maus geändert aber unsere Franziska hat derzeit einfach höchste Priorität und es kommen ja auch wieder andere Zeiten, an denen ich in mein altes Leben hüpfen kann und zumindest für kurze Zeit meinen Hobbys nachgehen kann. Eines dieser Hobbys ist natürlich das Kochen, Backen und Bloggen.

Mehr meiner köstlichen Maroni-Rezepte findet ihr hier:

Maroni-Suppe mit Brotcrossis

Maroni-Suppe mit Brotcrossis

Zutaten (4 Personen):

  • 400g gekochte und geschälte Maroni
  • 1 Zwiebel
  • 100g Butter
  • 750ml Wasser
  • 1 Suppenwürfel
  • 350ml Schlagobers
  • etwas Zimt
  • Salz, Pfeffer
  • 4 halbe Brotscheiben sehr dünne geschnitten

Maroni-Suppe mit Brotcrossis

Zubereitung:

Zwiebel fein würfelig schneiden. Maroni hacken. Butter erwärmen und die Zwiebelwürfel darin glasig anschwitzen. Maroni zugeben und mit dem Wasser aufgießen. Suppenwürfel zerbröselt zugeben. Auf kleiner Flamme 30 Minuten kochen lassen. In der Zwischenzeit das fein geschnittene  Brot über die Streben des Backofenrostes legen – so wie wenn sie auf einer Wäscheleine hängen würden. Im vorgeheizten Rohr bei 200°C Umluft ca. 5 Minuten backen – aber immer im Auge behalten das es nicht zu schwarz wird.  Brot über den Streben auskühlen lassen damit sie die Form behalten.

Schlagobers und Milch dazugeben und einmal 5 Minuten köcheln lassen. Die Suppe nun mit dem Pürierstab fein pürieren und abschmecken.

Maroni-Suppe mit Brotcrossis

Gutes Gelingen, wünscht euch eure Anja von

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