Der Geschmack der Berge – ein Alpenmenü inkl. Buchempfehlung

Der Geschmack der Berge – ein Alpenmenü inkl. Buchempfehlung

Wir begeben uns heute auf eine Reise durch die Almen Kultur. Der Geschmack der Berge spiegelt sich in den Töpfen der Sennerinnen Österreichs wieder und gibt uns das Gefühl von Freiheit und Nähe zugleich. Wir schauen heute mal in die Kochtöpfe der alpinen Hüttenkultur.

Alpenliebhaber aufgepasst!

“ In de Berg bin i daham!“ dieser Satz könnte auch direkt von mir stammen.  Susanne Schaber und Herbert Raffalt haben in ihrem Buch „Der Geschmack der Berge“ genau diese Liebe und dieses Gefühl in Bild und Druck festgehalten. Eine Reise durch die alpinen Küchen unserer Heimat. Das aus dem Tyrolian Buchverlag stammende 241 seitige, mit 60 köstlichen Rezepten gefüllte Buch, nimmt uns mit auf eine Reise durch die Berge. Es lässt jedes Land-, Alpin- und Heimatliebhaberherz Luftsprünge machen. Einen Blick in den Kochtopf der Sennerin, alte Rezepte der Alpinen Tradition. Nichts für Grünzeug Knabberer, sondern etwas für die hartgesottenen die gerne jeden Berg bezwingen.

Der Geschmack der Berge

Es handelt sich um ein Kochbuch, das die kulinarische Tradition der Almen Österreichs zeigt – authentisch und mit Betonung der Regionalität. Das Buch zeigt in einigen Reportagen auch das idyllische Leben auf der Alm in aller Naturverbundenheit. Falls ich euch nun Geschmack auf das Buch und die Berge gemacht habe dann bestellt es euch doch gleich, denn dieses wundervolle Buch ist in jeder Buchhandlung oder direkt beim Tyrolian-Buchverlag erhältlich und ihr findet es  hier auf Amazon.

*Werbung, PR-Sample

Der Geschmack der Berge

 

Mein Alpinherz schlägt höher

Befreiend ist das Gefühl etwas geschafft zu haben, ganz oben (oder zumindest ein Stück weit) auf der Welt zu stehen. Hinten gelassen wurde der Stress des Alltags, alle Sorgen im Tal vergessen. Kein Lärm des täglichen Lebens nur das leise „Muh“ der Kühe – dem täglichen immer stressiger werdenden Leben entfliehen. Alleine der Duft der Natur lässt mich Kraft schöpfen. Die kühle, frische und reine Luft betankt meine Lungen mit neuer Energie. Weg ist das Leben im Tal. Wer braucht schon all diese „Luxus-Dinge“? – auf der Alm gibt man sich mit dem wenigsten zufrieden da man ohnedies schon alles hat – und seien wir uns ehrlich man ist nicht weniger glücklich. Auf der Alm fühle ich mich entspannt, beruhigt und der Tag bekommt für mich eine gewisse Leichtigkeit die schon längst verloren schien.

Almhütte

Urlaub in den Alpen als Erholungsoase

Frei nach dem Motto „back to the roots.“ haben ich mein Schatz und 6 weitere Freunde im Jahr 2017 das Abenteuer „Almurlaub“ gewagt. Gebucht über eine österreichische Hüttenvermietung ging es für uns in das wunderschöne Salzburger Lungau. Mit dem Auto konnten wir nicht direkt vor der Hütte parken, somit mussten wir unser Essen, Trinken und Krimskrams ein kleines Stück weit tragen. Aber alle haben angepackt und schwups war das Zeugs schon in der Hütte.

Almhütte

Eine Hütte auf 1.550m Seehöhe ohne Strom (außer für Licht und zum Handy laden), Warmwasser gab es nur wenn man zuvor den Badofen anheizte, ohne Handyempfang (das Beste um sich zu erholen) und ein absolutes Muss für mich war ein Tischherd. Kennt ihr das? Also ein Tischherd ist ein Ofen der mit Holz beheizt wird, der Herdplatten hat, einen Backofen und somit völlig ohne Strom auskommt (ein absolutes Muss wenn mein Schatz und ich uns unser Traumhaus bauen). Kühlschrank gab es auf der Hütte natürlich auch keiner. Getränke und Speisen wurden entweder im Brunnen vor der Tür oder in einem kühlen Raum neben der Hütte gekühlt bzw. frischgehalten.

Almhütte

Luxus schreibt man hier anders

Zwei Schlafräume im oberen Teil der Hütte bieteten Platz für bis zu 8 Personen oder mehr da Klappbetten auch vorhanden waren. Das Badezimmer inkl. WC war ein ziemlich kleiner Raum in dem ein Badeofen auch noch Platz fand. Dieser Badeofen wurde von unseren „Survival-Jungs“ abends immer angeheizt und alle 8 Personen hatten warmes Wasser zum Duschen. Holz zum Anheizen war bereits auf der Hütte vorhanden und musste nur noch zerhackt und in die Hütte getragen werden. Ein kleines Luxusobjekt hatten wir ja schon – unsere „Fassl-Sauna“. Eine Sauna die von außen aussah wie ein Fass, in der sich aber im inneren eine Sauna versteckte. Beheizt wurde diese Sauna selbstverständlich auch ohne Strom. Unterhalb der Hütte befand sich eine Weide mit Kühen die uns schon am Morgen während dem Frühstück mit ihren Glockenklängen versorgten. Einfach herrlich.

Almhütte

Ein Selbstversorger Urlaub – Entspannung für Körper, Geist und Seele

Ihr seht schon ich bin immer noch ganz hin und weg – die 5 schönsten Tage dich ich mir nur wünschen konnte. Kochen und backen auf einem alten Tischherd, das knacken von brennendem Holz, die unendliche Stille am Morgen wenn der Nebel sich aus dem Tal schlich. Kein Lärm der Autos, nur das leise klimpern der Kuhglocken. Rein in die Bergschuhe, warme Kleidung und noch vor dem Frühstück konnte ich meiner Sammelleidenschaft nachgehen. Ein Paradies für Schwammerlsucher. Die Körbe voll mit Produkten der Natur – es fühlte sich gut an zu wissen von wo es herkommt. Wir haben uns bewusst für eine Hütte entschieden die nicht dem Standard eines Hotels entspricht. Etwas Besonderes soll es sein, uhrig,ohne unnötige Elektrizität und mit so wenig Handyempfang als möglich.

Almhütte

Für 2019 steht schon der nächste Hüttenurlaub in Planung und es wird wieder der schöne Lungau werden. Soll ich euch diesmal mitnehmen auf die Hütte – was meint ihr? Mit Tipps rund um Buchung, Packliste, Freizeitaktivitäten und das Leben auf der Alm. Vielleicht könnt ihr mir eine kurze Nachricht an zukommen lassen ob euch sowas gefallen würde. Mail an: mail-an-kuechenzauber@gmx.at

Aber nun zurück zum Buch „Der Geschmack der Berge“ das unten folgende Menü stammt aus diesem alpinen Buch – wurde von mir nachgekocht und auch gleich noch fotografiert. 57 weitere Rezepte findet ihr dann im Buch das ihr hier bestellen könnt.

 

Alpenmenü

Alpenmenü aus dem Buch „Der Geschmack der Berge“

Steirische Stosuppe

Zutaten (4 Personen):

  • 1/2 l Buttermilch oder saure Milch
  • 40 – 50 g Mehl
  • 1 – 2 TL Kümmel
  • 2 – 3 vorgekochte Erdäpfel
  • Schnittlauch
  • Salz
  • 1/2 l Wasser

Steirische Stosuppe

Zubereitung:

Die Buttermilch oder saure Milch mit dem Mehl fein verrühren und gut 20 Minuten lang stehenlassen. Wasser mit Salz und Kümmel würzen und aufkochen. Die Milch-Mehl-Mischung unter Rühren langsam dazugeben und kurz mitkochen lassen. Zerdrückte Erdäpfel hinzufügen und erhitzen. Den Topf von der Kochstelle nehmen, das Gericht kurz durchziehen lassen, nochmals abschmecken und mit Schnittlauch bestreut servieren.

Käseknöpfle

Zutaten (4 Personen):

  • 1/2 kg Mehl
  • 2-3 Eier
  • eine Prise Salz
  • ca. 300ml Wasser
  • Butter für die Form
  • je 80 g geriebener Räßkäse. Bergkäse und ein anderer würziger Käse
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 -2 Zwiebeln

Käseknöpfle

Zubereitung:

Mehl, Eier, Prise Salz und so viel Wasser vermengen, das ein kompakter Teig entsteht. In einem großen Topf ausreichend Salzwasser zum Kochen bringen. Den teig mit Hilfe eines Spätzlehobels zu kleinen, nockerförmigen Knöpfle formen und in mehreren Partien, in leicht wallendem Wasser kochen, bis sie jeweils an der Oberfläche schwimmen. Die Knöpfle anschließend mit der Schaumkelle herausheben, kalt abschrecken und abtropfen lassen. Eine feuerfeste Form mit Butter ausstreichen, die Knöpfle abwechselnd mit geriebenem Käse einfüllen (erste Lage Knöpfle, letzte Käse) und für einige Minuten im vorgeheizten Backrohr warm stellen. Währenddessen in einer Pfanne das Butterschmalz erhitzen und die in Streifen geschnittenen Zwiebeln darin goldbraun anrösten. Sobald der Käse schön geschmolzen ist, Form herausnehmen, Knöpfle mit den goldbraunen Zwiebeln belegen und auftragen. Dazu serviert man gerne einen Kartoffel-Gurken-Salat.

Tiroler Muas

Zutaten (4 Personen):

  • 1 l Milch
  • 1 l Wasser
  • Salz
  • 125 g Mehl
  • 125 g Weizengrieß
  • 1/2 l Milch
  • 40 g Butter
  • Zucker & Zimt
  • ev. Beeren oder Preiselbeerkompott, Heidelbeermarmelade usw.

Tiroler Muas

Zubereitung:

Milch und Wasser aufkochen lassen, beim ersten Aufwallen salzen und etwas kaltes Wasser nachgießen, damit die Milch ruhig wird. Nun langsam das in kalter Milch verrührte Mehl und den Weizengrieß hineinrühren. Das Mus einmal aufkochen lassen, dann mit schwacher Hitze unter Rühren dick einkochen. Die restliche Milch gut einrühren und wieder dick einkochen lassen, ist das „Muas“ fertig, stellt man die Pfanne beiseite und deckt sie zu , wodurch die Oberfläche des Breis etwas abtrocknet. Vor dem Anrichten werden kleine Butterflöckchen über die Oberfläche verteilt und das „Muas“ je nach Geschmack mit Zucker und Zimt bestreut.

Der Geschmack der Berge

Gutes Gelingen, wünscht euch eure Anja von

 

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